„Die Zahl der Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, steigt stetig, während die Finanzierungszusagen immer weiter abnehmen.“, kritisiert Åsa Månsson, Geschäftsführerin beim Verband Entwicklungspolitik und Humaintäre Hilfe (VENRO), in einer Pressemitteilung vom 28.11.25. Laut Zahlen des United Nations Office for Humanitarian Affairs (OCHA) seien mittlerweile mehr als 300 Millionen Menschen akut auf humanitäre Hilfe angewiesen. Jedoch seien nur rund 27 Prozent der international geplanten Hilfsvorhaben finanziert.
VENRO zufolge soll der Etat des BMZ auf 10,06 Milliarden Euro schrumpfen – ein Minus von 251 Millionen Euro gegenüber 2025 und fast 20 Prozent weniger als 2023. Auch die humanitäre Hilfe bleibe mit rund einer Milliarde Euro auf dem niedrigsten Stand seit zehn Jahren. Geschäftsführerin Åsa Månsson warnt, Deutschland verkenne damit „die globalen Realitäten“. Weltweit seien über 300 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen, während nur etwa ein Viertel der internationalen Vorhaben finanziert sei.
Zudem kritisiert VENRO, dass der Finanzierung von Entwicklungszusammenarbeit neue Tiefststände drohen. Die ODA-Quote, die staatliche Ausgaben für die Entwicklungszusammenarbeit beziffert, fallen laut VENRO in 2026 voraussichtlich auf 0,5 Prozent. Erst im Juli habe sich Deutschland erneut zum 0,7-Prozent-Ziel bekannt.
VENRO konstatiert, „Deutschland erfüllt seine Verpflichtungen nicht. Die Bundesregierung scheint sich ihrer wichtigen Rolle nicht bewusst zu sein“. Das sei zum Nachteil aller: „In Zeiten schwindender internationaler Solidarität braucht es mehr Engagement für eine gerechtere Welt. Davon würde auch Deutschland profitieren.“

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Quelle: VENRO