Fairer Handel Aktuell

In dieser Rubrik findet Ihr aktuelle Informationen rund um den Fairen Handel von "lokal" bis "global".

 

 

Keine Verpflichtung zu menschenrechtlicher Sorgfaltspflicht für Unternehmen: NAP Wirtschaft und Menschenrechte verabschiedet

 

Nach fast zwei Jahren Vorarbeit unter Federführung des Auswärtigen Amtes sollte im Frühjahr vergangenen Jahres der Nationale Aktionsplan "Wirtschaft und Menschenrechte“ durch das Bundeskabinett verabschiedet werden. 20.000 Menschen waren rund um den Termin dem Aufruf der Kampagne „Mensch.Macht.Handel.Fair“ des Weltladen-Dachverbandes und des Forum Fairer Handel gefolgt und unterschieben einen Brief, in dem Bundeskanzlerin Merkel aufgefordert wurde, sich für verbindliche Regeln für global operierende Unternehmen einzusetzen.

Der im Dezember durch die Bundesregierung verabschiedete Entwurf beschränkt sich nun lediglich auf die Formulierung entsprechender Erwartungen an die Unternehmen -ohne rechtliche Bindungen. Armin Massing, Forum Fairer Handel, fordert daher: „Dieser Aktionsplan muss zügig nachgebessert werden, damit Menschen im globalen Süden nicht weiter für unsere Konsumgüter mit ihrer Gesundheit und ihrem Leben bezahlen müssen“.

Mehr Informationen hier.

 

Quelle: Forum Fairer Handel, Auswärtiges Amt, epo-online, www.gruene-bundestag.de

Laut Forum Fairer Handel verbuchte der Faire Handel Rekordumsätze im Vorjahr. Außerdem wurden laut einer verbraucher*innenbefragung mehr Käufergruppen erreicht. Weitergehende Informationen unter www.forum-fairer-handel.de

 

Quelle Text und Grafik: Forum Fairer Handel

„Das ist keine Lücke zwischen Arm und Reich mehr, das ist eine tiefe Schlucht- Ergebnisse des Global Wealth Reports 2016

 

In diesem Jahr hat die soziale Ungleichheit weltweit weiter zugenommen. Aus dem im November vorgelegten „Global Wealth Report 2016“ vom Credit Suisse Research Institute geht hervor, dass die reichsten 10% der Weltbevölkerung in diesem Jahr jeweils 71.600 US Dollar besaßen, während die ärmsten 20% von weniger als 248 US Dollar lebten. Die Hälfte der Erwachsenen weltweit besaß laut der Studie weniger als 2.222 US Dollar. Jörn Kalinski, Leiter der Kampagnenarbeit von Oxfam in Deutschland, kommentiert: „Der ‚Global Wealth Report‘ zeigt, dass die soziale Ungleichheit ein schwindelerregendes Niveau erreicht hat. Ein Prozent der Weltbevölkerung besitzt mehr Vermögen als die übrigen 99 Prozent zusammengenommen. Das ist keine Lücke zwischen Arm und Reich mehr, das ist eine tiefe Schlucht. Dieses Ungleichgewicht ist schlecht für die Wirtschaft, es destabilisiert Gesellschaften und bremst den Kampf gegen die weltweite Armut.“

 

Quelle: credit-suisse.de und oxfam.de

Faires Frühstück im Bundestag

 

20 Parlamentarier*innen folgten am 2. Dezember der Einladung des Forum Fairer Handel zum Fairen Frühstück im Bundestag, um sich bei Vertreter*innen des Verbands über den Fairen Handel zu informieren und sich darüber auszutauschen, wie sie im Rahmen ihrer Arbeit den Fairen Handel unterstützen können. Im Fokus stand hier insbesondere die Unternehmensverantwortung entlang globaler Lieferketten, etwa im Rahmen des Nationalen Aktionsplans für Wirtschaft und Menschenrechte (NAP).

 

Quelle Text + Bild: Forum Fairer Handel